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Ein Prozess, der viele Wege hat. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten – mit Plan ohne Plan oder man sieht wären dessen wie sich das Bild entwickelt und bekommt plötzlich ein großes Bedürfnis etwas auszuprobieren, ohne zu wissen wohin das ganze geht. Unterm Strich, es zählt letztlich das Ergebnis.
Die Idee, ein Gespräch, ein Augenblick, eine bestimmte Farbe, irgendein Auslöser. Ich mache mir einen Plan. Ich führe ein Buch welchem vollen Gedanken, Skizzen oder Gedichten ist. Voller Ideen und Gefühle, sehr privat, quasi ein Tagebuch. Der Augenblick in dem mich die Idee überkommt, die Gefühle all das schreibe ich auf. Lese ich es erneut, fühle ich den Moment wieder – die Idee wächst. Für mich ist es ein Moment, das Buch lege ich bei Seite und warte was mit diesem Gedanken passiert. Dann schreibe ich wieder. Zwischendrin die ein oder andere Skizze/Struktur die ich aufzeichne. Weit von dem fertigen Bild entfernt, aber der Plan in meinem Kopf bekommt eine Richtung.
Das Buch brauche ich jetzt nicht mehr.
Ich sitze vor der leeren Leinwand. Gehe meine Gedanken nochmals durch, sehe die Formen und beginne das Bild einzuteilen. Für mich ist jetzt der Augenblick anzufangen. Ich warte, bis sich das Bild vor meinem Auge zusammenfügt. Ich zögere den Zeichen-Prozess raus. Es ist eine Art „Spiel“. Ich spiele mit meiner Geduld. Ich beginne. Ich warte, ich gehe vom Bild weg, ich gehe näher ran, gehe zurück. Es beginnt, ein Tanz – der Tanz mit mir, meiner Geduld und dem Bild. Während des Malens versuche ich, Ideen in das Bild einfließen zu lassen und schaue von nah und fern wie sich das Bild langsam entwickelt.
Ich bin unzufrieden. Das Bild ist trocken.
Ich bin immer unzufrieden, selbstkritisch. Verkopft. Ich hinterfrage meine Bilder, ich hinterfrage meine Gedanken. Ich beginne erneut, bis zu dem Punkt der Zufriedenheit. Zur Not werden sie übermalt, es fängt von vorne an, eine neue Idee, die ggf. besser „funktioniert“.
Die eigene Zufriedenheit ist mir wichtig, ich bleibe/will mir treu bleiben, auch wenn ich von anderen, ein positives Feedback bekomme. Für mich ist das Malen ein Prozess, ein Prozess mit mir. Ein Tanz mit mir, es ist Leidenschaft, wobei ich gestehen muss, es gibt Tage, da kann ich mir selbst nicht gerecht werden. Die sind aber zum Glück sehr selten… es geht weiter…ich bleibe positiv, und halte meinen Selbstzweifel auf, ich bin mir ein Stück näher gekommen und habe mich ein kleines bisschen besser kennengelernt…

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  • Ellen Kaienburg sagt:

    Hallo junger Mann‍♀️
    Eins ist sicher richtig man kann in den Bildern lesen,träumen und auch über dich Nachdenken.
    Was er der Künstler sich für Gedanken zu diesem Bild gemacht?
    Gibt es eine Geschichte???Und und.
    Bis bald

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