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Du möchtest ein Bild malen oder zeichnen, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Dann findest Du hier die richtige Inspiration und ein paar technische Tipps, die Dich motivieren, endlich anzufangen. Bilder malen sich nicht von selbst. Der kniffligste Teil besteht nicht darin, die richtige Farbmischung oder die korrekte Perspektive zu finden. Am schwersten ist es, den ersten Strich aufs Papier oder auf die Leinwand zu bringen.

Geh den ersten Schritt, dann hast Du die Hälfte des Weges bereits geschafft.

Hast Du gerade noch gar keinen Plan, was Du machen willst? Oder stehst Du ratlos vor der nahezu grenzenlosen Fülle an Möglichkeiten fragst Dich, wie aus Deiner Idee einmal das Bild werden soll, das Du vor Deinem inneren Auge siehst? Dann kann ich Dich beruhigen. So geht es auch vielen gestandenen Künstler*innen.

Die gute Nachricht: Wenn Du Dich jetzt auf ein Motiv festlegst, hält Dich das nicht davon ab, später viele andere Ideen umzusetzen. Sieh es also nicht als Begrenzung, sondern als wunderbaren Beginn.

Was ist der Unterschied zwischen Bilder Malen und Zeichnen?

Erste Frage an Dich! Willst Du malen oder zeichnen? Das ist ein Unterschied. Dich für eine der beiden Varianten zu entscheiden, ist der erste Schritt, Dein künstlerisches Projekt anzugehen.

Beim Bilder Malen trägst Du Farbe großflächig auf, zum Beispiel mit einem Pinsel oder einer Spachtel. Bei einem fertigen Gemälde bedeckt die Farbe in der Regel die gesamte Oberfläche, meistens wird sie sogar in mehreren Schichten aufgetragen.

Wenn Du zeichnest, gehören freie Flächen zum Teil des Gesamtbildes, weil Du die Farbe kleinflächig und punktuell aufträgst, zum Beispiel mit einer Miene. Wenn Du Dein Bild mit Bleistift, Kugelschreiber oder Feder erschaffst, dann zeichnest Du. Auch beim Zeichnen kannst Du größere Flächen füllen, indem Du schraffierst oder verwischst.

Natürlich musst Du Dich nicht zwingend für eine Technik entscheiden. Du kannst Deinem Bild sowohl gemalte als auch gezeichnete Elemente hinzufügen und sogar feste Materialien wie Papier, Stoffe oder Holz aufkleben… Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Solltest Du aber noch ganz am Anfang stehen, empfiehlt es sich, simpel zu starten.

Entscheide Dich für ein Motiv & ein Konzept

Ganz gleich, ob Du Bilder zum Nachmalen suchst oder etwas komplett Neues kreieren möchtest: Du brauchst eine Vorstellung davon, was Du darstellen willst.

Entscheide Dich aus dem Bauch heraus für das Motiv, auf das Du am meisten Lust hast. Beliebte Bilder zum Zeichnen sind Gesichter, Blumen, Tiere, Comic- und Manga Charaktere.

Für Fortgeschrittene sind Aktzeichnungen eine sehr gute Möglichkeit, die eigene Motorik und das Gespür für die menschliche Anatomie zu trainieren. Wenn Du Deinen Blick für Perspektive und klare Linien schulen möchtest, übe architektonisches Zeichnen.

Wenn es schon viele Vorlagen und Varianten Deines Wunschmotivs gibt, verschafft Dir das einen großen Vorteil. So hast Du es leichter, Dir Inspiration zu holen. Und wahrscheinlich findest Du auch Schritt für Schritt Tutorials, die Dir verschiedene Herangehensweisen zeigen.

Wichtig! Verbringe Deine Zeit nicht nur damit, Dir endlos viele Zeichenvideos anzuschauen – fang an und bringe selbst etwas zu Papier.

Wenn Du Bilder malen möchtest (zum Beispiel mit Farbe, Pastell oder Kreise), bieten sich Landschaften, Portraits oder Stillleben an. Du kannst aber auch großartige abstrakte Bilder malen, Dich an Mandalas und geometrischen Kompositionen versuchen.

Was, wenn Du noch keine Idee hast?

Hol Dir Inspiration auf Pinterest oder Instagram. Oder mach es wie die Alten Meister, geh raus und beobachte Deine Umgebung aufmerksam. Da draußen tummeln sich Millionen potenzieller Motive, und jedes hat seinen individuellen Reiz. Lass das Smartphone zuhause und nimm dafür Deinen Skizzenblock mit.

Tipp: Setze Dir ein zeitliches Limit, in dem Du so viele Motive wie möglich skizzierst. Das können 15 Minuten oder eine Stunde sein. Wenn Du weißt, dass im Hintergrund die Uhr tickt, wirst Du ultraproduktiv. Eine gute Gelegenheit, Inspiration auch für spätere Projekte zu sammeln!

Welche Stimmung willst Du einfangen?

Du kannst das Motiv, für das Du Dich entschieden hast, unterschiedlich in Szene setzen. In welchem Stil möchtest Du es festhalten? Abstrakt, realistisch, karikaturistisch, minimalistisch oder ganz anders, auf Deine persönliche Weise?

Je nach dem, wie viel Schatten und Kontrast Du einbaust, erzielst Du eine bestimmte Stimmung. Außerdem ist es enorm wichtig, Dir im Voraus zu überleben, welche Farben Du wählst. Jede Farbe hat ihre eigene psychologische Bedeutung und Wirkung auf den Betrachter.

Häufige Fehler beim Bilder Malen und Zeichnen

Du kannst noch so viel Zeit, Herz und Aufwand in Dein Bild stecken – wenn Du dabei die üblichen Verdächtigen nicht beachtest, büßt es einen Großteil seiner Wirkung ein. Darum achte genau auf die folgenden häufigen Fehler und lerne, sie zu umgehen.

Tipp 1 – Die Perspektive muss stimmen, sonst wirkt das Gesamtbild verzerrt und unprofessionell. Egal, wie toll Du die Details ausarbeitest.

Tipp 2 – Kenne die richtigen Proportionen Deines Motivs und stelle sie wirklichkeitsgetreu dar. Ja, Du kannst mit Proportionen spielen, zum Beispiel bei Comic Portraits oder Karikaturen ist Verzerrung ein beliebtes Stilmittel. Bedenke aber, dass der Betrachter sehr genau erkennen wird, ob Du die Größenverhältnisse bewusst verändert hast, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, oder Dir einfach die Vorarbeit ersparen wolltest…

Tipp 3 – Stichwort Vorarbeit! Beginne Deine Arbeit immer mit einer dünnen Skizze. Die Betonung liegt hier auf dünn. Nichts ist ärgerlicher als Hilfslinien, die sich nicht mehr wegradieren lassen und unter dem fertigen Ergebnis hervorblitzen.

Tipp 4 – Jedes Objekt, jedes Gesicht und jeder Baum in der Landschaft wirft Schatten. Wenn Du auf Deinem Bild mit Licht arbeitest, dann musst Du zwangsläufig auch den Schatten beachten. Nimm Dir dafür genug Zeit und überlege genau, an welchen Ort und in welcher Intensität Du den Schatten setzt. Sei Dir der Position der Lichtquelle(n) bewusst. Ein Kontrast an der falschen Stelle ist nicht besser als ein fehlender Kontrast.

Tipp 5 – Hör nicht auf, falls Du mit dem Ergebnis des ersten Versuches nicht sofort zufrieden bist. Neben ein bisschen Kreativität und Leidenschaft braucht ein Künstler vor allem eines: Übung! Konzentriere Dich vorläufig auf ein Motiv. Male oder zeichne es immer wieder, bis Du den Dreh raus hast. Auf diese Weise wirst Du schnell sichtbare Fortschritte machen, die Dich wiederum motivieren, noch besser zu werden.

4 weitere Tipps für Anfänger:

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